Schulbibliotheken in jeder Schule?
Schon allein aus diesen Gründen ist es sehr sinnvoll, wenn jede Schule eine eigene Schulbibliothek unterhält. In den ersten Klassen ist es bei einigen Schulen sogar üblich, dass diese gemeinsam im Unterricht die Schulbibliothek aufsuchen. So kann der Lehrer auch ein Auge darauf werfen, welche Bücher die Kinder ausleihen und vielleicht auch noch ein paar Tipps geben. Vielleicht wird auch hier das eine oder andere Buch im Unterricht mit besprochen.
Kinder werden durch die Schulbibliotheken ganz behutsam an das Lesen herangeführt. In den Bibliotheken der Grundschulen sollten vor allem Leseanfängerbücher der verschiedenen Schwierigkeitsstufen und kindgerechte Lexika, Tierbücher etc. bereitgehalten werden. Für Büchereien der weiterführenden Schulen wäre es optimal, wenn dort nicht nur die derzeit angesagte Literatur vorhanden ist, sondern auch die Klassiker von Goethe, Schiller, Lessing, Shakespeare, den Kants, Thomas Mann, Fontane, Storm und vielen weiteren. Deren Werke haben auch heutzutage noch Gültigkeit. Und das das Lesen der Werke dieser Schriftsteller den Sprachgebrauch durchaus bereichert und formt, steht sicherlich außer Frage. Auch die Redegewandtheit wird durchaus verbessert. Wer beispielsweise an passender Stelle ein Zitat anbringt, wird manchen Gesprächspartner positiv überraschen. Dies kann beispielsweise bei späteren Vorstellungsgesprächen durchaus von Vorteil sein. Schließlich sollen sich hier die jungen Menschen auch gut verkaufen können, um die begehrte Lehrstelle zu erhalten.
Finanziert werden könnten die Bücher durch einen Förderverein, durch Spenden (ehemaliger) Schüler und durch Beteiligungen der Stadt. Die Ausleihe wird sicherlich in vielen Fällen von Ehrenamtlichen oder einer Lehrkraft der Schule übernommen.