Schulbibliotheken in jeder Schule?

Es ist durchaus sinnvoll, in jeder Schule oder jedem Internat Schulbibliotheken einzurichten. Das fängt schon bei den Grundschulen an. Gerade hier gibt es teilweise massive Probleme mit Kindern, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Diese können mit Leseanfängerbüchern noch besser an die deutsche Sprache herangeführt werden. Von Vorteil ist sicher auch, dass diese Bücher mit nach Hause genommen und dort gelesen werden können. Wird also von den Eltern mit den Kindern nur türkisch, russisch oder eine andere Sprache außer deutsch gesprochen, hat das Kind so die Chance, doch noch einige deutsche Vokabeln kennenzulernen. Kinder lesen allgemein sehr gerne und dies sollte man jedem Kind ermöglichen.

Viele Stadtbibliotheken verlangen mittlerweile auch von Kindern Nutzungsgebühren. Gerade Familien, die mehrere Kinder haben, müssen sich diese Ausgaben zweimal überlegen. Zwar sollen durch das neue Bildungspaket die Chancen für Kinder, deren Eltern ein geringes finanzielles Budget haben, aufgewertet werden, aber ob dies so bei den Bedürftigen ankommt, ist eine andere Frage. Und was ist mit den Kindern, deren Eltern knapp über dieser Bedürftigkeitsgrenze liegen? Auch diese sollten nicht benachteiligt werden.

Schon allein aus diesen Gründen ist es sehr sinnvoll, wenn jede Schule eine eigene Schulbibliothek unterhält. In den ersten Klassen ist es bei einigen Schulen sogar üblich, dass diese gemeinsam im Unterricht die Schulbibliothek aufsuchen. So kann der Lehrer auch ein Auge darauf werfen, welche Bücher die Kinder ausleihen und vielleicht auch noch ein paar Tipps geben. Vielleicht wird auch hier das eine oder andere Buch im Unterricht mit besprochen.

Kinder werden durch die Schulbibliotheken ganz behutsam an das Lesen herangeführt. In den Bibliotheken der Grundschulen sollten vor allem Leseanfängerbücher der verschiedenen Schwierigkeitsstufen und kindgerechte Lexika, Tierbücher etc. bereitgehalten werden. Für Büchereien der weiterführenden Schulen wäre es optimal, wenn dort nicht nur die derzeit angesagte Literatur vorhanden ist, sondern auch die Klassiker von Goethe, Schiller, Lessing, Shakespeare, den Kants, Thomas Mann, Fontane, Storm und vielen weiteren. Deren Werke haben auch heutzutage noch Gültigkeit. Und das das Lesen der Werke dieser Schriftsteller den Sprachgebrauch durchaus bereichert und formt, steht sicherlich außer Frage. Auch die Redegewandtheit wird durchaus verbessert. Wer beispielsweise an passender Stelle ein Zitat anbringt, wird manchen Gesprächspartner positiv überraschen. Dies kann beispielsweise bei späteren Vorstellungsgesprächen durchaus von Vorteil sein. Schließlich sollen sich hier die jungen Menschen auch gut verkaufen können, um die begehrte Lehrstelle zu erhalten.

Finanziert werden könnten die Bücher durch einen Förderverein, durch Spenden (ehemaliger) Schüler und durch Beteiligungen der Stadt. Die Ausleihe wird sicherlich in vielen Fällen von Ehrenamtlichen oder einer Lehrkraft der Schule übernommen.

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