Bestseller Krimis

Dutzende von neuen Kriminalromanen kommen jeden Monat in die Buchhandlungen. Einerseits sind das paradiesische Zustände für Krimifans, andererseits ist man gezwungen, die Spreu vom Weizen zu trennen und die richtige Auswahl zu treffen.

Am einfachsten ist es, den Empfehlungen der Buchhändler zu folgen und zuerst das zu lesen, was von der Werbung empfohlen wird. Derzeit kommt man an „Nibelungenmord“ von Neuautorin Judith Merchant kaum vorbei. Ein Mord in der berühmten Drachenhöhle im Siebengebirge bildet den Auftakt für eine verwickelte Ermittlungsgeschichte mit überraschendem Ende. Auch Elisabeth Hermanns „Zeugin der Toten“ ist in aller Munde, bzw. auf allen Plakatwänden. Die Hauptfigur ist Judith Kepler, eine Cleanerin, die beim Reinigen eines Tatorts auf ihre eigene Vergangenheit stößt. Wer den Schafkrimi „Glennkill“ von Leonie Swann mochte, wird auch mit der Fortsetzung „Garou“ – als „Schafthriller“ angekündigt – glücklich werden. Der Herde läuft in Frankreich ein Werwolf über den Weg, und natürlich gibt es Tote. Für Fans actionreicher, amerikanischer Kost bietet sich Don Winslows „Tage der Toten“, ein knallharter, umfangreicher Agententhriller, an.

Das Verbreitungsgebiet des sogenannten Deutschlandkrimis oder Regio-Krimis dehnt sich weiter aus: Niedersachsen-Krimi, Niederbayern-Krimi, Eifel-Krimi, Sylt-Krimi, Münster-Krimi, Hameln-Krimi – die Liste ließe sich endlos fortführen. Nur ein Beispiel: Susanne Mischke hat sich mit ihren Hannover-Krimis eine nicht unbeträchtliche Fangemeinde erschrieben. In ihrem neuesten Buch „Totenfeuer“ wird in den Resten eines Osterfeuers eine Leiche gefunden – ausgerechnet in Kommissar Bodo Völxens Heimatdorf.

Gefragt sind auch weiterhin Skandinavien- und Italien-Krimis. In Jo Nesbos „Der Leopard“ verkriecht sich der gebrochene Harry Hole in Hongkong, wird aber von einer jungen Kommissarin für einen Fall nach Oslo zurückgeholt. Donna Leon lässt in „Schöner Schein“ ihren Commissario Brunetti in seinem 18. Fall ermitteln. Es geht um einen ermordeten Carabinieri und die Müllmafia. Auch von Veit Heinichen und seinem Commissario Laurenti gibt es einen neuen Fall: In „Keine Frage des Geschmacks“ kommen Triest-Fans auf ihre Kosten. Wer exotischere Ecken der Welt bevorzugt, kann etwa in Indien fündig werden. Der Brite Tarquin Hall lässt in „Der lachende Tote“ seinen Privatdetektiv Vish Puri im Fall eines ermordeten indischen Wissenschaftlers ermitteln, der bei einer Lachtherapie im Park angeblich von der Göttin Kali erstochen wurde.

Auch einige themenbezogene Krimis sind im Angebot, die aktuelle Ereignisse und Trends aufgreifen. Bei „Tod im Container“ von Gero Pfeiffer war ein bekanntes Reality-Format im Fernsehen Vorbild: eine geschlossene Gemeinschaft als Mikrokosmos, in dem sich ein Mord ereignet. Nele Neuhaus beschäftigt sich in „Wer Wind sät“ auf ihre Weise mit erneuerbaren Energien…

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